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Hier schreiben wir ab und an auf, was im und ums Haus herum passiert.
Nyheter från huset.

Der Sommer 2026 startet heiß, doch gleich zur Mitte unserer ersten Woche kommt ein Wetterumschwung. Temperaturen fallen, und es folgt ein wechselhafter Schwedensommer. In Woche 3 wird es nochmal richtig warm. Sodass der Hausherr diverse Male in einen See springen kann. Erstmals steuern wir den Südwesten Schwedens an. An Malmö sind wir dutzende Male vorbei gefahren, waren aber noch nie dort. Jetzt gibt es einen überraschenden Anlass, mal dieser Ecke einen Besuch abzustatten: Linton Kwesi Johnson tritt in Lund auf! Ein alter Reggae-Heroe, von Thomas zuletzt vor vielleicht 15 Jahren live gesehen. Dabei immer sehr geschätzt. Erstaunlich, dass solch spezielle karibischen Klänge auch im hohen Norden Gehör finden. Wir buchen ein kostengünstiges (empfehlenswertes) Motel in Lund. Thomas besucht das Konzert und ist über das Wiedersehen erfreut. Wenn der gute Linton mit inzwischen 73 auch nicht mehr singen mag und seine Poems als Lesung zum Besten gibt. Malmö gefällt uns sehr gut. Oft sind schwedische Innenstädte eher zweckmäßig und wenig ansprechend. Hier gibt es schöne Plätze, historische Innenhöfe, inhabergeführte Geschäfte sowie schrägere Szene-Stadtteile - in guter Mischung. Auch Lund ist ein nettes Ziel. Erinnernt, als Stundentenstadt und mit großem romanischen Dom, an Münster. Die Rückfahrt nutzen wir für eine weitere Premiere und statten der Westküste einen Besuch ab. Und sind begeistert! Tylösand wird zu den schönsten Sandstränden Schwedens gezählt - und überzeugt mit Beach-Qualitäten. Es weht ein rauher Wind. Dadurch gibt es Wellen - an einem feinen, weitläufigen Sandstrand. Die Ostküste haben wir deutlich beschaulicher erlebt. Weitere Vorzüge unserer Örtlichkeit: Der Strand liegt wenige Hundert Meter von einem großen, kostenfreien Parkplatz entfernt. Der Weg zur Waterkant führt an einem sauberen Toilettenhäuschen mit Umkleidemöglichkeit und Dusche vorbei. Und trotz Hochsommer und Badewetter ist es nicht voll. Das Ganze 2,5 Stunden von Skärbäck entfernt. Machen wir bestimmt irgendwann nochmal. Auch sonstige Sommerfreuden kommen nicht zu kurz. Wir genießen ausgiebig Ruhe und das Terrassensofa. Baden im See. Shoppen bei Erikshjälpen. Steuern verschiedene Mittagstische an. Pflegen Kontakte zu schwedischen und deutschen Nachbarn. Machen wieder eine Tour mit Übernachtung nach Göteborg - mit Haga-Bummel, Fischsuppe und Schärenfahrt. Der Rückweg führt beim Riesenkaufhaus Gek å s vorbei. Nach heißen letzten Tagen und mit einem wohligen Sommergefühl treten wir, nach wie immer zu kurzen drei Wochen, die Heimreise an.

Den Herbst 2025 verbringen wir ruhig, bei recht angenehmen Temperaturen. Highlights: Erstmals sichten wir Elche, in freier Wildbahn! Des Nachts, auf der Strecke von Bra å s nach Skärbäck. Eine Elchkuh kreuzt mit einem Jungtier die Fahrbahn. Nach ein paar Sekunden ist die Begegnung vorbei. Zudem probieren wir einen neuen, spannenden Mittagstisch aus: Putte Kock in Eksjö. Zum Lunch stehen dort zwei Gerichte zur Auswahl. In einem ehemaligen Offizierskasino, mit einhergehend origineller bis skuriller Inneneinrichtung. Ostern 2026 können wir aufgrund heimischer Umstände wieder länger als sonst im Häuschen sein. Dabei bekommen wir Besuch: Tanja und Marianne machen auf ihrer Wohnmobil-Tour einen Zwischenstopp in Skärbäck. Wir sehen ein stimmungsvolles Karfreitagskonzert im Dom zu Växjö. Und wünschen nach einem gemeinsamen Osterfrühstück gute Weiterfahrt. Es gibt eine organisatorische Neuerung im Bezirk: Die Mülltonnen werden umgestellt. Jeder Haushalt bekommt zwei große, mit jeweils vier Kammern darin. Es kann nun vor Ort getrennt und gesammelt werden. Sodass weniger Recycling-Stationen angesteuert werden müssen. Allerdings zeigt sich gleich ein Nachteil: In diesem Frühjahr ist es sehr windig bis stürmisch. Noch leer, werden die Tonnen zum Spielball von heftigen Böen. Kippen um und können das eingesteckte Innenleben verlieren. Das passiert überall in der Gegend, beim Rumfahren sieht man wiederholt verwehtes Müllzubehör. Hier müssen wir beizeiten Lösungen finden. Wir bekommen weitere Auswirkungen der Frühjahrsstürme zu spüren: Auf der (wunderschönen, aber oft beengten) Strecke über Ramkvilla nach Klavreström ist ein Baum umgeknickt und liegt quer auf der Straße. Umfahren oder sonstiges Weiterkommen ist unmöglich. Sodass wir den angedachten Thai-Imbiss ausfallen lassen müssen. Dabei froh sind, die Strecke nicht zum falschen Moment gefahren zu sein. Unser Häuschen hat ein Upgrade bekommen: Die beiden Schlafzimmer sind nun durch eine vollwertige Tür voneinander getrennt. Der bisherige Perlenvorhang hat ausgedient. Schreiner und Nachbar Martin hat wieder gute Arbeit geleistet.

Sommer 2025. Wir sind so lange wie noch in nie Skärbäck: Drei Wochen und drei Tage. Letztere hängen wir spontan an, weil das Wetter nochmal richtig schön wird. Zuvor hatten wir auch schon Glück. Der Juli zeigt sich in Deutschland kühl und bringt viel Regen. Noch im Mai war ein Jahrhundertsommer vorhergesagt worden. Der traf weiter nördlich ein: heiß ist es in Finnland. Angenehm und trocken aber auch in Südschweden. Gleich zu Beginn bekommen wir Besuch. Ullas Bruder Michael macht auf seinem Rückweg von einem mehrwöchigen Segeltörn einen Abstecher nach Småland. Obwohl schwedenerfahren und sogar vor einigen Jahren mal im nahe gelegenen Vetlanda gelebt, ist er zum ersten Mal vor Ort. Michael erweist sich als unkomplizierter und angenehmer Mitbewohner. Mit gewissen Vorzügen: Seinen Bewegungsdrang setzt er kurzerhand in ausgiebiges Rasenmähen um. Gegen Ende unseres Schwedensommers kommt neuerlicher Besuch, diesmal von einer Schweden-Starterin: Tanja beginnt zwei Wochen Wohnmobilurlaub in Skärbäck. Auch die Zeit mit ihr ist entspannt und schön, und Tanja darf gern wiederkommen. Zu guter Letzt treffen wir noch kurz Mika. Er hatte im Jahr 2019 unsere Gartenhütte gestrichen. Zusammen mit Papa Harald und Bruder Matti - binnen einer Woche "Work & Travel". Nun ist Mika erwachsen und macht mit zwei Freunden Campingurlaub per Allemansrecht. Wir organisieren eine Übernachtung an Sörens See. Darüber hinaus frönen wir üblichen Sommerfreuden und genießen das erwähnt gute Wetter. Wir sind viel draußen und hüpfen diverse Male zum Baden in einen See. Schön ebenfalls: Wir können bei "Lörda i Hörda" dabei sein - einem privat organisierten Musikfestival in einem Nachbardorf. Außerdem fahren wir wieder nach Göteborg, mit Übernachtung, Fischsuppe und Abstecher zum Hypermarkt Gekås auf dem Rückweg. Strandtauglicher Sonne sei Dank, fahren wir Richtung Meer und der Insel Öland. Diesmal auf die Nordhälfte. Nach einem Bummel durchs hübsche Küstenstädtchen Borgholm verbringen wir einen Nachmittag am Weststrand. An einem schönen, ruhigen Platz mit Wiese und schattenspendender Eiche. Thomas springt ins Meer. Abends erweist sich Ulla erneut als Pferdeflüsterin, sammelt ein in Skärbäck herrenlos auf der Straße herumlaufendes Pferd ein und bringt es zum benachbarten Hof. Neuigkeiten im und am Haus: Zwei Fensterrollos im Wohnzimmer sorgen für Privatsphäre am Abend und verdunkeln am Morgen. Sowie: es gibt jetzt eine coole und stabile Hängematte! Dank ausgeklügeltem Mechanismus (und Hundeleine von Erikshjälpen) kann man sich selber Anschwung geben. Ulla näht die Pauli-Fahne um, sodass sie nicht mehr spiegelverkehrt zum Eingang zeigt. Das Problem kondensierender und tropfender Wasserleitungen im Bad wurde gelöst: Mit einer "Drainage" aus kurzerhand unter die betreffenden Rohre gehängten Kabelkanälen. Auch mal wieder nötig: die Regenrinnen von Matsch und Laubresten mehrerer Jahre zu befreien.

Arbeitszeiten und Stundenplan lassen sich wieder mit den Feiertagen kombinieren, sodass wir zu Ostern fünf Tage in Skärbäck verleben können. Das Wetter spielt mit und erlaubt, das Terrassensofa aufzustellen und zu nutzen. Wir pflegen liebgewonnene Rituale, besuchen ein wieder mal tolles Chorkonzert im Dom zu Växjö und müssen gefühlt viel zu früh wieder zurück in die Heimat. Zuvor bringen wir einen endlich mal schicken Eckschrank in der Essecke im Wohnzimmer an. Ungewohnt diesmal: Wir treffen Nachbarin und zu einer Freundin gewordene Ulrika, aber ohne deren Lebensgefährten Henrik. Dieser war unerwartet schwer erkrankt und verbringt mehrere Wochen im Krankenhaus. Was sich abzeichnet, wird zur traurigen Gewissheit: Wenige Tage nach unserer Rückkehr verstirbt Henrik. Wir sind erschüttert und traurig. Und in Gedanken bei Ulrika.

Das Saisonfinale fällt aufgrund später Herbstferien fast in den November. Dennoch gibt es auch sonnenbeschienene Tage, die eine Nutzung von Terrasse und Sofa möglich machen. Größte Neuerung diesmal: der Holzstand an der Rückseite der Gartenhütte wird endlich befüllt! Ulrika & Henrik haben eine Fuhre Feuerholz zum Schnapperpreis besorgt. Und bringen sie per Leihanhänger vorbei. Die Hauseigentümer laden aus und packen die Scheite (unter prüfendem Blick vom deutschen Nachbarn Konrad, welcher ebenfalls die Ferienhaussaison beschließt) in den Stand. Menge und Größe der Holzstücke passen wunderbar. Nochmal einen Dank an Schreiner sowie Nachbar Martin fürs Errichten des Holzstandes! Ab jetzt kann der Terrassenofen auch spontan in Betrieb genommen werden. Holz und Nachschub sind ausreichend vorhanden. Das tun wir an einem lauschigen und langen Abend mit Ulrika & Henrik. Sommernutzern vom Häuschen fiel eine ausbaufähige Versorgung mit Kannen auf. Dies nehmen wir in Angriff - und finden in den üblichen Quellen (deutscher Flohmarkt, schwedischer Loppis und Erikshjälpen) eine Auswahl an formschönen Kannen für Kaffee sowie Tee. Kulinarisch statten wir dem Mittagstisch im Eisstadion von Växjö erstmals einen Besuch ab. Besonders dabei: Man speist mit unverstelltem Blick auf die Eisfläche, von der es tatsächlich kühl herüberweht. Mit Glück findet dort gerade Betrieb statt, und man kann zusehen. Bei uns trainierten einige Eishockey-Kids. Außerdem erwähnenswert: Von drei angebotenen Gerichten in Büffetform ist immer eins vegetarisch!

Sommer 2024. Ferien und drei Wochen in Skärbäck. Die Sonne ist uns gewogen, bleibt fast durchgehend da. Ein paar Tage zuvor hatten Haus-Nutzer ihren Aufenthalt aufgrund andauernden Schmuddelwetters abgebrochen. Es ist ausreichend warm für ein Bad im See. Wir haben eine neue Lieblingsbadestelle: Sandviks badplats bei Nottebäk, eine knappe halbe Stunde vom Haus entfernt. Ein idyllischer Platz. Wie immer in Schweden top gepflegt, mit Infrastruktur (Umkleidehäuschen und Toiletten) und Sonne von vorn - auch am späten Nachmittag. Dabei auch in der Hochsaison nicht überfüllt, die Stimmung ist absolut entspannt. Hier sind wir gerne und oft. Der schwedische Sommer bietet zahlreiche kulturelle Aktivitäten. Diesmal sogar bei uns in Skärbäck: im örtlichen Gemeindehaus Skärbäcksgården findet ein musikalischer Nachmittag statt. Mit Chorgesang, Fiddlekonzert und einem Tanzkurs. Auch im benachbarten Bäckaby gibt es ein kleines Chorkonzert. Großprojekt am Haus in diesem Jahr: die Baumschaukel. Hatte Ulla sich lange gewünscht und ein Schaukelbrett zum Geburtstag bekommen. Dank hilfreicher Nachbarn und deren langer Leiter konnte sie in eine der drei Eichen am Grundstücksrand angebracht werden. Nutzer sind hocherfreut! Später gehen wir ein anderes, nötiges Projekt an und mähen die Wiese mit unserem Benzinrasenmäher. Außerdem wird der Holzstand beim Schuppen gestrichen. Sodass dort demnächst Feuerholz für den Terrassenofen gelagert werden kann. Ein längerer Ausflug führt uns nach Göteborg. Beim letzten Mal hatten wir Hin- und Rückfahrt sowie den Aufenthalt dort an einem Tag absolviert. Bei gut drei Stunden Fahrt (für einen Weg) eine heftige Tour. Dieses Mal haben wir ein Hotel gebucht, welches sich als gute Wahl erweist. Das Spar Hotel Majorna ist und liegt günstig. Die Straßenbahn in unmittelbarer Nähe fährt in weniger als einer Viertelstunde ins Zentrum, und dank hoteleigener Tiefgarage können wir sogar kostenfrei parken. So schnuppern wir mal wieder Großstadtluft. Tummeln uns im Szenestadtteil Haga, und Thomas genießt dort eine hervorragende Fischsuppe. Auch das Frühstück im Hotel ist top - sodass wir uns am Folgetag gestärkt und erholt auf den Rückweg machen. Der führt uns erstmals bei Gekås vorbei. Den größten Einkaufsmarkt Schwedens (womöglich ganz Skandinaviens) hatten wir schon länger auf dem Zettel. Dank relativer Nähe zu Göteborg passt es diesmal. Es ist voll, trubelig und mit nicht zu verachtendem Trashfaktor. Dennoch sind verschiedene Sachen günstig, vor allem (für uns passende) Klamotten. Damit decken wir uns ein. Und sind froh, wieder das beschauliche Småland anzusteuern. Hier verbringen wir entspannte letzte Tage. Wir testen ein neues Restaurant, welches uns von Schweden sowie Deutschen empfohlen wurde: das "Lieblingsplatz" in Rörvik, nördlich von Lammhult. 40 Minuten Anfahrt ab Skärbäck lohnen in der Tat. Kernkompetenz des von deutschen Auswandern betriebenen Lokals sind - natürlich - Schnitzel. Diese sind schmackhaft, groß und günstig. Wir lassen uns Reste einpacken. Selbst eine (aus Deutschland importierte) Currywurst steht auf der Karte. Die gibt's beim nächsten Mal. Rörvik ist ein unscheinbares Städtchen, hat aber einen schönen Badeplatz - siehe das letzte Foto in der Galerie.